Gütersloh, 09. Juni 2023

Helden mit Schnüffelnase

Such! Karlson schießt pfeilschnell los und verschwindet im dunklen Gebäude. Sein Auftrag: eine versteckte Person finden. Der Mischling aus belgischem und holländischem Schäferhund setzt dazu bis zu 250 Millionen Riechzellen ein. Zum Vergleich: Der Mensch verfügt über 30 Millionen solcher Zellen. Zusammen mit 15 weiteren Rettungshunden der DRV Rettungsstaffel Teutoburger Wald trainiert Karlson das Auffinden von Menschen in dem alten Postgebäude in Gütersloh. Im Ernstfall geht es um verletzte oder verschüttete Menschen an Orten, die für Menschen schwer oder nicht schnell genug erreichbar sind. »Das Trainieren unter möglichst realen Bedingungen ist für uns extrem wichtig, damit die Hunde im Ernstfall mit allen Eventualitäten vertraut sind«, betont Hundeführerin Anja Kropp. Dazu gehören Dunkelheit, unsicherer und wackeliger Untergrund, Trümmerbereiche und Innenräume. »Das Auffinden verschütteter Personen im Gebäude ist besonders schwierig. Im Freien nimmt der Hund die Witterung über den Wind auf. Dies ist im Gebäude nicht oder kaum möglich«, erklärt die Hundeführerin.

Die Staffel des Deutschen Rettungshundevereins (DRV) Teutoburger Wald nutzte das Hagedorn Areal einen Tag lang. Die Hunde haben dabei Spaß an ihren Aufträgen und der Zusammenarbeit mit ihren Hundeführern. Rettungsarbeit ist Teamwork zwischen Hund und Hundeführer. Eine Belohnung ist selbstverständlich: sei es ein Leckerli, Lieblingsspielzeug oder Spielen mit dem Hundeführer. Es ist wichtig, den Hund für seine erfolgreiche Arbeit zu bestätigen.

Hagedorn stellt seit vielen Jahren seine Baustellen und Gelände für Rettungshundetrainings zur Verfügung. Zahllose Rettungshundestaffeln von verschiedenen Ortsverbänden nutzen regelmäßig das Angebot und sind sehr dankbar dafür.

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Judith Roderfeld

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