Rietberg, 10. Mai 2021

MIThelfen-Gruppe lässt Bauschutt verschwinden

EINE CHANCE, DAS LEBEN ZU LERNEN

Machen statt reden, ist die Devise der MIThelfen-Initiative von Hagedorn. Daher fackelte das MIThelfen-Team nicht lange, als es erfuhr, dass das Jugendwerk Rietberg Hilfe bei einem Umbau benötigt, und packte mit an. Seit 2014 machen sich wechselnde Mitarbeiter-Teams regelmäßig auf den Weg, um schnell und unkompliziert dort zu helfen, wo Hilfe benötigt wird – während ihrer Arbeitszeit und finanziell unterstützt von Hagedorn. Diesmal ging es für die MIThelfer nach Rietberg in eine Wohneinrichtung für 15 Jugendliche im Alter von 14 bis 18 Jahren. Psychische Störungsbilder wie ADHS, Borderline, Schizophrenie oder soziale Ängste gehören dort zum Alltag. Sieben pädagogische Mitarbeiter und zwei Hauswirtschaftskräfte begleiten die jungen Bewohner auf ihrem Weg in ein selbstbestimmtes Leben. »Das Leben lernen«, nennt pädagogischer Leiter Tobias Heimann das.

Berufsvorbereitung und die Stärkung der Ausbildungsfähigkeit sind dabei wesentliche Schwerpunkte. Zu diesem Zweck wollen die Betreuer eine Doppelgarage in einen Werkraum verwandeln, denn so etwas fehlte bislang noch. In Zukunft sollen die Jugendliche hier werkeln, zimmern und an Werkbänken ihre Talente ausprobieren können. »Einigen Bewohnern gelingt es aufgrund ihres Störungsbildes nicht, an schulischen oder beruflichen Maßnahmen regelmäßig teilzunehmen. Trotzdem haben sie Wünsche, Ziele und Ideen für ihre Zukunft. Hier können wir ihnen demnächst Eindrücke für die spätere Ausbildung vermitteln«, erklärt Heimann

Den Ausbau der Garage erledigen die Bewohner und Mitarbeiter des Jugendwerks in Eigenregie. Als ersten Schritt brachen sie dazu die störende Zwischenwand heraus. Nun musste der Bauschutt weichen – und hier kamen die Helfer von Hagedorn ins Spiel: Eine Mulde wurde zur Verfügung gestellt und ein Bulli mit Schubkarren und Schaufeln organisiert. Einen ganzen Tag lang entfernten die MIThelfer Bergeweise Schutt: Schubkarre für Schubkarre transportierten sie ihn zur Mulde. Für die besonders großen Brocken war auch ein Minilader vor Ort.

Tobias Heimann war vom Einsatz der MIThelfer begeistert. Und auch das MIThelfen-Team zog eine positive Bilanz: »Wir haben einen Eindruck davon gewonnen, welch schwere Startbedingungen viele Jugendliche haben, um ein selbstbestimmtes Leben führen zu können. Und wir Kollegen haben uns durch MIThelfen noch einmal auf einer ganz anderen Ebene kennen gelernt. Beides war sehr bereichernd.«

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