
| Pressemitteilung

Memmingen, 03. Juni 2026
Brückenrückbau am Autobahnkreuz Memmingen: Hagedorn schließt östliches Teilbauwerk planmäßig ab
Die Hagedorn Unternehmensgruppe hat den Rückbau des östlichen Teilbauwerks der Rampenbrücke am Autobahnkreuz Memmingen erfolgreich abgeschlossen. Im Auftrag der Autobahn GmbH des Bundes – NL Südbayern wurde die aus dem Jahr 1970 stammende Brücke in drei Nachteinsätzen demontiert – bei laufendem Autobahnbetrieb.
Die Brücke verbindet am Autobahnkreuz Memmingen die Rampen zwischen der A7 und der A96 und überquert dabei die Richtungsfahrbahn München-Lindau. Das östliche Teilbauwerk wies als vorgespannte Stahlbetonkonstruktion aus dem Jahr 1970 altersbedingte konstruktive Defizite auf. Die Autobahn GmbH des Bundes hat den vollständigen Ersatz beider Teilbauwerke beauftragt, um Tragfähigkeit, Verkehrssicherheit und Leistungsfähigkeit der wichtigen Verbindung dauerhaft zu sichern. Die Gesamtkosten des Ersatzneubaus belaufen sich auf rund 9,7 Millionen Euro.
Drei Nachteinsätze, rund 2.090 Tonnen Abbruchmaterial
Der Rückbau des östlichen Teilbauwerks mit einer Länge von rund 79,6 Metern und einer Brückenfläche von 1.158 Quadratmetern fand zwischen dem 26. Mai und dem 9. Juni 2026 in drei abgesperrten Nachteinsätzen statt. Zunächst wurden die Auskragungen sowie der mittlere Teil des Hohlkastenprofils über der A96 zurückgebaut. Danach folgten die nördlichen und südlichen Bauwerkreste sowie die vier Brückenpfeiler. Im dritten Abschnitt wurden die verbleibenden Bauteile entfernt und die Widerlagerwände bis auf Auflagerhöhe zurückgebaut. Das Gesamtgewicht des abgebrochenen Materials beträgt rund 2.090 Tonnen (ohne Asphalt).
Zum Schutz der darunter liegenden Fahrbahn wurde vor jedem Abschnitt ein Fallbett aus mineralischem Gemisch eingebaut. Nach Abschluss der Nachteinsätze wurde die Fahrbahn jeweils vollständig geräumt, maschinell gereinigt und für den Verkehr freigegeben.
Asbestsanierung und konsequente Materialverwertung
Im Vorfeld des maschinellen Abbruchs war eine fachgerechte Sanierung erforderlich: Die asbesthaltige Dichtungsbahn unter den Schubkappen wurde in einem Verfahren mit geringer Exposition entfernt und sachgemäß verpackt. Das Abbruchmaterial wird anschließend sortenrein separiert, gebrochen und für den Wiedereinbau aufbereitet — entsprechend den Anforderungen des Kreislaufwirtschaftsgesetzes.
Koordination als Schlüssel zum Erfolg
Für den Einsatz standen sieben Bagger verschiedener Gewichtsklassen (bis 50 Tonnen), zwei Radlader, zwei Dumper sowie insgesamt 21 Anbaugeräte bereit. Das 13-köpfige Team aus Maschinisten, Sanierern und Abbruchfacharbeitern arbeitete unter Nachtbedingungen und in permanentem Funkkontakt, koordiniert durch einen externen Baustellenkoordinator. Polier Björn Kirchner leitete die Abbruchmannschaft vor Ort, die Projektverantwortung lag bei Markus Hebecker und Armin Lukic von der Hagedorn Gütersloh GmbH.
Bülent Akgöl, Leiter Sparte Abbruch bei Hagedorn, sagt: „Einen Brückenüberbau in drei Nächten bei laufendem Autobahnbetrieb zu demontieren, ist eine Besonderheit. Was unser Team hier geleistet hat - präzise, koordiniert und ohne eine Minute Verzögerung - zeigt, was Erfahrung und Vorbereitung im Abbruch bewirken."
Das neue östliche Brückenbauwerk soll bis November 2026 fertiggestellt werden. Im Anschluss erfolgen die Verkehrsumlegung und der Rückbau des westlichen Teilbauwerks, bevor das Gesamtprojekt voraussichtlich Mitte Oktober 2027 abgeschlossen wird.
Die Hagedorn Unternehmensgruppe mit Sitz in Gütersloh ist einer der weltweit führenden Anbieter entlang der Wertschöpfungskette der Bauwirtschaft – mit Schwerpunkten in Rückbau, Entsorgung, Recycling, Tiefbau, Schwerlastlogistik, Flächenrevitalisierung und Digitalisierung. 1997 von Thomas Hagedorn gegründet, beschäftigt die Gruppe heute über 2.000 Mitarbeitende und umfasst mehr als 30 Gesellschaften. Mit Standorten in ganz Deutschland sowie Projekten im Ausland gehört Hagedorn zu den international erfolgreichsten Abbruchunternehmen und ist heute mit seinem breiten Leistungsspektrum in zahlreichen Bereichen der Bau- und Flächenentwicklung aktiv.
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